Bewerbungsgespräch: Ablauf, Vorbereitung, Tipps

Nach dem Schreiben einer Bewerbung – wenn diese erfolgreich war – ist das Bewerbungsgespräch der nächste Meilenstein auf Deinem Weg zum neuen Job. Damit Du hier nicht stolperst, gibt es Einiges zu beachten. Nachfolgend bekommst Du einige Tipps für die Vorbereitung zum Bewerbungsgespräch.

Vorbereitung, Begrüßung und Einstieg

Gute Vorbereitung ermöglicht souveränes Auftreten ohne zu viele Zeichen von Unsicherheit. Dazu ist Dein äußeres Erscheinungsbild enorm wichtig. Du solltest gut überlegen, wie Du gepflegt und passend zur zukünftigen Arbeitsstelle auftreten kannst. Neben der Kleidung, die frisch gebügelt sein sollte, ist es sinnvoll, Frisur und Handpflege zu bedenken. Während Frauen meist mit Hosenanzug oder Rock und Bluse richtig liegen, bietet sich für Männer das Tragen eines Anzugs an. Zudem solltest Du durch eine sympathische Ausstrahlung punkten, indem Du beispielsweise bei der Begrüßung freundlich lächelst, offenen Blickkontakt suchst und fest die Hand gibst. Danach folgt das genauere Hinschauen, bei dem Deine Persönlichkeit zählt. Deine Vorbereitung sollte darauf zielen, trotz der ganz natürlichen Nervosität im Gespräch als professionell und authentisch wahrgenommen zu werden. Neigst Du zu undeutlichem Sprechen, solltest Du zur Vorbereitung unbedingt üben, etwas mit herausgestreckter Zunge und trotzdem verständlich laut vorzulesen. Klares Sprechen wirkt kompetent und attraktiv, Nuscheln hingegen unsympathisch.

Tipps für den weiteren Gesprächsverlauf

Nach etwas Smalltalk und dem Kennenlernen folgt Deine Selbstpräsentation. Positiv auswirken kann es sich dabei, wenn Du Deine Bewerbungsunterlagen dabei hast und Dir während des Gesprächs Wichtiges notierst, um später entsprechend nachfragen zu können. Oft gestellte Fragen wie die nach dem Beweggrund für die Bewerbung, was Dich an genau dieser Arbeit motiviert, inwiefern Du Dich mit den Grundsätzen des Unternehmens identifizieren kannst oder welche Schwächen und Stärken Du mitbringst, kannst Du im Vorfeld in Ruhe durchdenken. Das ehrliche Zugeben einer Schwäche mit dem Hinweis, dass dies ein aktuelles Lernfeld ist, wirkt attraktiv. Als Grund für das Verlassen des vorherigen Arbeitgebers solltest Du eher den Wunsch nach neuen Herausforderungen als persönliche Konflikte beschreiben. Das Wort “man” ist möglichst selten zu verwenden und besser durch “wir” und “ich” zu ersetzen, da es Distanziertheit und Unprofessionalität signalisiert.

Einer von weiteren wichtigen Tipps ist, Dich zwar zur Vorbereitung gut über das Unternehmen und den zukünftigen Arbeitsplatz zu informieren und auch zu überlegen, was Gesprächsinhalte sein können, allerdings nicht Sätze einzuüben, um sie nachträglich abzuspulen. Für den Umgang mit unbequemen Nachfragen des Personalers gibt es ebenfalls hilfreiche Tipps. Wenn Dein Lebenslauf nicht lückenlos ist oder häufige Arbeitsplatzwechsel belegt, kannst Du dir im Vorhinein eine passende Erklärung überlegen. Solltest Du kurzzeitig sprachlos sein, empfehlen Experten, dem Gegenüber drei Sekunden lang ruhig in die Augen zu schauen. Auch dies kannst Du zur Vorbereitung außerhalb des Bewerbungsgesprächs trainieren.

Zusätzlich zur verbalen Kommunikation ist die Körpersprache zu beachten. Sie sollte widerspiegeln, was auch Dein Gesagtes vermitteln soll. Dabei kann es Dir helfen, Dir positive Dinge vorzustellen, um ehrlich lächeln zu können, auch wenn ein gewisser Stresspegel da ist. Nimm eine aufrechte Sitzposition ein, um Kompetenz auszustrahlen. Ein zur Seite geneigter Kopf bei einer Frau weckt Vertrauen. Der Gesprächspartner sollte im besten Fall merken, dass Du ihn verstehst, indem Du seine Gefühle spiegelst.

Vor der Verabschiedung, die vom Personaler eingeleitet werden sollte, kannst Du Rückfragen stellen. Beispielsweise ist relevant, wann eine Rückmeldung zu erwarten ist oder welche weiteren Schritte nötig sind.

Nach dem Bewerbungsgespräch ist eine Reflexion nützlich, was zufriedenstellend verlaufen ist und welche kritischen Punkte es eventuell gab.

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